Göppingen soll Wohlfühlstadt und Mobilitätszentrale im Filstal werden

Göppingen als Stadt mit Wohlfühlcharakter, innovativer Wohnprojekten, attraktiven Einkaufswelten und wohnortnahen Arbeitsplätzen und dazu als Mobilitätszentrale im Filstal, so stellen sich die Mitglieder des Grünen Kreisverbandes ihre Kreisstadt vor. Wie dies gelingen kann, darüber sprachen Vertreter der Grünen mit Stadtbürgermeister Helmut Renftle.

Bei einem Stadtrundgang erläuterte Renftle den Grünen die Baugeschichte der Stadt sowie die aktuelle Stadtplanung. Hierbei wurden reale Planungen genauso angesprochen wie Zukunftsträume.

Bei den Grünen fielen diese Zukunftspläne auf fruchtbaren Boden, machen sie sich doch selbst Gedanken über die Zukunft der Städte, der Verbindung von Wohnen und Arbeiten sowie der nachhaltigen Mobilität.

Im Anschluss an den Stadtrundgang, an der auch der Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der grünen Bundestagsfraktion, der gebürtige Göppinger Chris Kühn, teilnahm, fasste der Bundestagskandidat der Grünen, der selbstständige Zimmerer Dietrich Burchard, die Pläne der Grünen zusammen:

Es ist zwar zu verstehen, dass Investoren möglichst viele Eigentumswohnungen bauen, aber auch der Mietswohnungsbau und der soziale Wohnungsbau dürfen in Göppingen nicht zu kurz kommen. Hier sollte auch die Stadt über die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Impulse geben.

Mit dem Böhringer Areal hat die Stadt ein interessantes Areal erworben, auf dem man neue Formen des urbanen Bauens verwirklichen kann. Jung und Alt in Eigentums- sowie Mietwohnungen, Geschäfte, Dienstleistungen und Gewerbe in einem Quartier, vervollständigt mit Oasen der Ruhe und Entspannung sowie einer zukunftsweisenden nachhaltigen Energieversorgung. Göppingen könnte mit so einem Umbau eines ehemaligen Industriegeländes zu einer Vorzeigestadt weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus werden.

Die Grünen wollen mehr Göppinger dazu bewegen, auf das eigene Auto zu verzichten. Das dies möglich ist, beweist der grüne Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Alex Maier, der seit seiner Wahl in den Landtag kein eigenes Auto mehr besitzt. Mit der Bahn, den Bussen oder dem Taxi kommt Alex Maier überall hin. Dazu benutzt er für kurze Strecken in Göppingen und Umgebung sein Pedelec. „Göppingen sollte sich als Mobilitätszentrale im Filstal etablieren“, fordert Maier, „mit dem Bahnhof, und dem ZOB sowie dem Fahrradhaus am Bahnhof haben wir eine gute Ausgangsposition, dies noch weiter auszubauen“.  CarSharing hält Maier auch in Göppingen wieder für möglich und bei einer besseren Vernetzung des ÖPNV könnten viel mehr Menschen Busse benutzen. Aber ein ganz großer Wunsch der Grünen ist die Verwirklichung eines Fahrradschnellweges von Stuttgart bis Ulm. „Damit könnten dann viele Arbeitnehmer*innen auch auf dem Weg zur Arbeit auf das Fahrrad umsteigen. Selbst Fahrten von Geislingen nach Göppingen zur Arbeit wären dann kein großes Problem mehr“, so Maier.

Mehr Fußgänger in Göppingen wünschen sich die Grünen. Hierzu sollte die gesamte Innenstadt Göppingens barrierefrei werden. Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer, keine Bordsteine, keine Ampeln, keine Vorfahrtsregeln. „Das Flanieren muss in Göppingen ein Erlebnis werden, vorbei an grünen Oasen, Erlebnisbereichen, Geschäften, Restaurants, Cafés und Bars.

Dietrich Burchard, mit seiner Firma vorrangig in der Altbausanierung tätig, macht sich derweil Sorgen um das Bild einer „gepflegten Altstadt“ in Göppingen. „Wir müssen alte Gebäude erhalten, sanieren und sinnvoll nutzen“, fordert Burchard, der sofort Baubürgermeister Renftle bei seiner Idee unterstützte, aus dem Jugendarrest am Schlossplatz ein Hotel zu machen. „Dabei sollten die Zellen als Hotelzimmer möglichst authentisch erhalten bleiben“, freut sich Burchard über eine weitere Attraktion in Göppingen.

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